Veranstaltungsorte

Pforzheim

Pforzheim ist eine Stadt im Nordwesten Baden-Württembergs am Nordrand des Schwarzwalds. Die achtgrößte Stadt Baden-Württembergs gilt mit rund 120.000 Einwohnern als Großstadt. Sie wird auch Pforte zum Schwarzwald genannt.

An der Nahtstelle zwischen Schwarzwald, Kraichgau und Stromberg gelegen, präsentiert sich die Goldstadt Pforzheim in landschaftlich reizvoller Lage. Die Brückenfunktion zu den Ballungsräumen Karlsruhe und Stuttgart macht Pforzheim zu einem der attraktivsten Standorte in Baden-Württemberg. Keine andere Stadt in Deutschland ist so eng mit der Geschichte der Schmuck und Uhrenindustrie verbunden wie die Goldstadt Pforzheim. Ungeachtet des wirtschaftlichen Strukturwandels ist Pforzheim bis auf den heutigen Tag Zentrum der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie und genießt international den Ruf als „die Schmuckmetropole“.

Die Stadt bietet ihren Besuchern zahlreiche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Hierzu zählen u.a. auch das weltweit einzigartige Schmuckmuseum im Reuchlinhaus sowie die „Schmuckwelten“. Zu den sehenswerten Gebäuden im Stadtbild zählt u.a. das Alte Rathaus. Im Zuge totaler Neukonzeption wurde das Alte Rathaus mit seiner Sandsteinfassade und einem repräsentativen Innenhof instand gesetzt und ist modern ergänzt worden. Im Blumenhof befindet sich der Drei-Flüsse-Brunnen des Künstlers Emil Salm. Er stellt mit seinen allegorischen weiblichen Figuren symbolisch die drei in Pforzheim zusammenkommenden Flüsse Enz, Nagold und Würm dar.

Im Stadtbild finden sich darüber hinaus geschichtsträchtige Plastiken und Denkmäler. Die 1985 im Auftrag der Stadt geschaffene Figur des „Pforzheimer Seckels“ soll an den gleichnamigen, in Pforzheim geprägten volkstümlichen Begriffe erinnern. Für die Bedeutung des Necknamens „Seckel“ haben sich zwei historische Deutungen behauptet. Zum einen könnten mit dem Wort Seckel die ledernen Säckchen oder Beutel mit Bargeld gemeint sein, die man seit dem Mittelalter auf den Pforzheim alljährlichen Pforzheimer Schützenfesten gewinnen konnte. Zum anderen führt der Begriff zum Münzgold, das in der Schmuckindustrie als Rohmaterial verwendet wurde und das man für alle sichtbar, in offenen Behältnissen von der Bank holte. Die Figurengruppe der „Rassler“ hat ebenso einen historischen Hintergrund. Symbolisch dargestellt sind hier die Arbeiter und Arbeiterinnen der Pforzheimer Schmuckindustrie, die täglich in Gruppen zu Fuß aus den Nachbargemeinden in die Stadt kamen. Der Name bezieht sich auf das Geräusch, die ihre genagelten Schuhe beim Eilschritt auf dem Kopfsteinplaster erzeugten. Zusätzlich muss das mitgebrachte Essgeschirr klappernde Töne verursacht haben.

Auf der Auerbrücke befindet sich das Flößer-Denkmal. Der österreichische Architekt und Bildhauer Rob Krier erschuf die Bronzeskulptur des Flößers. Seinen Platz fand das etwa neun Meter hohe Kunstwerk auf dem östlichen Mittelpfeiler der Auerbrücke. Der Torso selbst ist 2,90 Meter hoch. Das Denkmal steht an symbolischer Stelle, dem Zusammenfluss von Enz und Nagold. Der verstümmelte Torso des Flößers löste bei der Aufstellung kontroverse Diskussionen aus. Der Künstler wollte sein Werk nicht als Abbild eines Flößers verstanden wissen, sondern als Flößersymbol. Vor der Schloßkirche finden wir ein Denkmal von Johannes Reuchlin, nach dem auch die Schule benannt wurde, die Laura Perls besuchte. Johannes Reuchlin war Jurist, Humanist und Gelehrter von europäischer Bedeutung. Er rief Christen, Juden und Muslime zum Dialog auf.

Das Areal des Stadtmuseums mit der Alten Pfarrkirche St. Martin, dem Alten Schulhaus, dem Pfarrhaus, einem Lapidarium, mehreren Scheunen und einem idyllischen Kräutergarten ist das einzige qualitativ hochwertig bebaute Areal in Pforzheim, das Kriegszerstörung und Sanierung unbeschadet überstanden hat. Sowohl die einzelnen Bauten als auch die Museumsinsel als solche stehen heute unter Denkmalschutz.

Am 23. Februar 1945 wurde die Stadt beim Luftangriff auf Pforzheim von 379 britischen Bombern fast völlig zerstört. 98 % des Stadtzentrums wurden zerstört. Pforzheim gehörte damit zu den am stärksten zerstörten Städten während des Kriegs. Einen Besuch wert ist auch der Städtische Hauptfriedhof, den man aufgrund seiner landschaftlichen Lage auf dem Bergplateau oberhalb der Nordstadt zu den schönsten in Süddeutschland zählt. Mit weitem Blick über die Stadt auf den Schwarzwald wurde er 1877 als Parkfriedhof angelegt. Ein Spaziergang durch den stimmungsvollen älteren Friedhofsteil mit seinem immer noch reichen Bestand an Grabanlagen der Gründerzeit und des Jugendstils ist sehr lohnend. Die Gedenkstätte für die Bombenopfer des 23. Februar 1945 wurde 1949 im nördlichen Friedhofsteil mit schlichtem Großkreuz über dem Massengräberfeld durch das städtische Hochbaumamt gestaltet. 1965 kam ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus hinzu. Im Osten des alten Friedhofsteils liegt der separat ummauerte Jüdische Friedhof. Hier befindet sich auch die Grabstätte der Familie Posner und auf dieser auch das Grab von Lore und Fritz Perls.

Dies alles ist nur ein kleiner Ausschnitt an Sehenswertem in Pforzheim. Auf Spaziergängen in den Tagungspausen lässt sich noch manches entdecken, was hier keine Erwähnung gefunden hat.

Weitere Informationen unter:
www.pforzheim.de/tourismus
www.ws-pforzheim.de
www.wikipedia.org/wiki/Baden-Württemberg
www.wikipedia.org/wiki/Pforzheim
www.wikipedia.org/wiki/Rob_Krier
www.wikipedia.org/wiki/Schwarzwald

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug
Pforzheim ist über die Flughäfen Stuttgart (STR), Frankfurt/Main
(FRA) und Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) gut zu erreichen.
Von dort gibt es Shuttle-Dienste nach Pforzheim, die man im
Internet vorbestellen kann, z.B. unter
www.shuttledirect.com/de/transfers/Pforzheim
www.busliniensuche.de/blog/flughafentransfer
www.flughafentransfer-stuttgart.com etc.

Anreise mit dem Zug
Pforzheim liegt zwischen Karlsruhe und Stuttgart und ist sehr gut mit dem öffentlichen Verkehrsnetz verbunden. Mit dem Regionalzug brauchen Sie von Pforzheim nach Karlsruhe etwa 15 Minuten, nach Stuttgart sind es etwa 30 Minuten.

Anreise mit dem Auto
Pforzheim liegt an der A8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe.