In einer Vielzahl von Vorträgen, Workshops und Großgruppenformaten lässt die Tagung die Wirksamkeit und Faszination von Gestalttherapie in ihrer Vielfalt erlebbar werden. Sie beleuchtet die hohe wissenschaftlich belegte Wirksamkeit und bietet fundierte Einblicke in Konzepte, praktische Vorgehensweisen und Beziehungskultur des Verfahrens.

Das Tagungsprogramm als PDF-Dokument zum Download.

Freitag

10:00 - 10:45 Uhr:

Eröffnung: Begrüßung und Großgruppenimprovisation

Freitag, 06.05.2016 10:00 - 10:45 Uhr

Andreas Blase

Begrüßung durch den DVG-Vorstand sowie eine Großgruppenimprovisation mit Andreas Blase: „Leben, Dialog & Wandlung zwischen Enge & Weite“

11:00 - 12:00 Uhr:

Vortrag 1: "Timeless Experience"

Freitag, 06.05.2016 11:00 - 12:00 Uhr

„Timeless Experience“: Laura Perls‘ unveröffentlichte Notizbücher

Dr. Nancy Amendt-Lyon

Aus Laura Perls‘ bisher unveröffentlichten Notizbüchern und anderen literarischen Texten wie Kurzgeschichten, Gedichten, Tagebucheintragungen, Briefen und Notizen für gestalttherapeutische Texte aus den Jahren 1946-1976 stelle ich zur Zeit eine Publikation in englischer Sprache zusammen.

Ich gehe der Frage nach, welche Autoren, Künstler und Wissenschaftler haben diese humanistisch äußerst gebildete Gestaltpsychologin und Gestalttherapeutin angeregt und Resonanz geboten? Die Figur „Laura“, die sich aus diesem kulturellen und wissenschaftlichen Hintergrund herausbildete, gewinnt somit eine facettenreichere, lebhaftere Bedeutung.

12:15 - 13:15 Uhr:

Vortrag 2: Gestalttherapeutische Supervision und Coaching

Freitag, 06.05.2016 12:15 - 13:15 Uhr

Gestalttherapeutische Supervision und Coaching –
Ein Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt

Dr. rer. soc. Albrecht Boeckh

In einer Arbeits- und Lebenswelt, die unter dem Druck von Konkurrenz und Gewinnmaximierung steht und in der Burnout nicht nur Einzelne, sondern auch Teams und Organisationen als Ganze betreffen kann, achten gestalttherapeutische Supervision und Coaching besonders auf die Anerkennung der Fähigkeiten und Bedürfnisse jeder einzelnen Person und auf die Qualität der Beziehung innerhalb von Teams und Organisationen. So tragen sie zur Salutogenese bei MitarbeiterInnen und all den Menschen bei, für welche diese Verantwortung tragen. Die vielfältigen experimentellen Methoden der Gestalttherapie können dabei helfen, die Prozesse der Supervision oder des Coaching lebendig und effektiv zu gestalten.

14:30 - 15:30 Uhr:

Vortrag 3: Auswirkungen veränderter ökonom. & administr. Rahmenbedingungen

Freitag, 06.05.2016 14:30 - 15:30 Uhr

Auswirkungen veränderter ökonomischer und administrativer Rahmenbedingungen auf die Betreuung von chronisch psychisch erkrankten Menschen

Die Betreuung chronisch psychisch kranker Menschen hat – ausgelöst durch die Psychiatrie-Enquete 1975 – gravierende Veränderungen erfahren. Die Langzeitverwahrung in den Psychiatrischen Kliniken unter menschenunwürdigen Umständen wurde von Sozialpsychiatrischen Zentren, Wohnheimen und ambulant betreutem Wohnen abgelöst. Für diese Einrichtungen entwickeln sich ökonomische und administrative Strukturen, die von Mitarbeitenden als Belastung erfahren werden.

Werden die in der Enquete geforderten humanen Grundbedürfnisse berücksichtigt?

Gehen Qualitätssicherungsmaßnahmen auf Kosten der therapeutischen Qualität?

Haben sich mit den Veränderungen das Menschenbild und die Vorstellung von Hilfe geändert?

Gibt es durch Hilfepläne einen Druck hin zur zielgerichteten Veränderung zu Ungunsten eines Reifeprozesses?

14:30 - 15:30 Uhr:

Vortrag 4: Die spirituelle Ebene und Gestalt

Freitag, 06.05.2016 14:30 - 15:30 Uhr

Die spirituelle Ebene und Gestalt

Hans-Josef Hohmann

Die Bewusstseinspsychologie versucht nachvollziehbare Kriterien zur Verfügung zu stellen, die anzeigen, wie sich spirituelle Grundeinstellungen der Klienten entschlüsseln und für den therapeutischen Prozess nutzen lassen können. Das jeweilige Bewusstseinsareal scheint nicht nur die Wahrnehmung, sondern in Folge auch die mögliche Lösungsfindung zu kanalisieren. Dadurch entstehen Invarianzen bei der Gestaltschließung oder auch Sackgassen. Das soll in einigen Spots deutlich werden.

Ergänzend hierzu:
WS11 - Arbeiten mit den Bewusstseinsarealen Samstag, 07.07.2015, 14.30 - 16.30 Uhr
Eine Teilnahme am Workshop WS11 macht mehr Sinn, wenn zuvor der Vortrag gehört wurde.

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 1: Die Gestalttherapie im Kontext der AGHPT

Freitag, 06.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Die Gestalttherapie im Kontext der AGHPT

Die Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, Tagungen und Kongresse durchzuführen, Curricula für Fort- Aus- und Weiterbildung zu entwickeln und sich für die berufs- sowie sozialrechtliche Anerkennung der Humanistischen Psychotherapie zu engagieren.

In diesem Workshop werden Informationen zum gegenwärtigen Stand vermittelt. Es wird Raum für Diskussionen angeboten, insbesondere vor dem Hintergrund der Fragestellung, inwiefern die Gestalttherapie in eine Identitätskrise gerät oder durch das Zusammenwirken mit anderen humanistischen Schulen ihre Potentiale erweitern kann.

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 2: Gestalttherapeutische Supervision und Coaching

Freitag, 06.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Gestalttherapeutische Supervision und Coaching –
Ein Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt

Dr. rer. soc. Albrecht Boeckh

Praktische Einführung in gestalttherapeutische Supervision und Coaching.

Bearbeitung von Anliegen von TeilnehmerInnen mit Reflexion der verwendeten Methoden.

Ergänzend hierzu:
V2 - Gestalttherapeutische Supervision und Coaching – Ein Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt
Freitag, 06. Mai 2016, 12.15 - 13.15 Uhr

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 3: Verändern oder verändert werden

Freitag, 06.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Verändern oder verändert werden -
Ein Soziodramatisches Gruppenexperiment

Rolf Heinzmann

Der Workshop ermöglicht den Teilnehmern eine erlebnisorientierte
Auseinandersetzung mit dem Thema Veränderung. Die Teilnehmer/innen begegnen sich in unterschiedlichen Konstellationen wie Diaden, Triaden usw. zu Rollenspielen und gehen mit ihren Vorstellungen von Veränderung in Interaktion.

Von der Leitung des Workshops werden dazu verschiedene Kontexte definiert, die den Rahmen für die Rollenspiele abgeben. Ziel dieses Workshops ist es, eigene Einstellungen zu Veränderungen erfahrbar zu machen und mit neuen Einstellungen zu experimentieren.

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 4: „Häschen und Denker“

Freitag, 06.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

„Häschen und Denker“ – Reaktionsbildung aus traumatherapeutischer Sicht

Dorit Lorenz-Heinrich

Traumatische Erfahrungen führen zu Flucht, Angriff, Starre oder Todstellreflex. Erkenntnisse aus Gehirnforschung und Traumatherapie können unseren Begriff von Reaktionsbildung wandeln und vervollständigen, so dass wir bei dieser Art der Kontaktunterbrechung gezielter intervenieren können.

Im Workshop wird das Konzept der Reaktionsbildung als Dissoziation aus traumatherapeutischer Sicht erläutert. Dazu wird das gehirnphysiologische Modell von „Häschen und Denker“ dargestellt. Einfache Übungen sollen zeigen, wie Menschen im Moment der Dissoziation in ein kontaktvolles Hier und Jetzt zurück gebracht werden können.

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 5: Gesundheits(für)sorge

Freitag, 06.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

„Gesundheits(für)sorge – Ausdruck einer gelungenen ICH-Beziehung!?“

Claudia M. Feller

Unsere Gesellschaft scheint in einem sich selbst verstärkenden Strudel von immer noch „schneller, höher, weiter, mehr …“ gefangen zu sein. Unsere Klient/innen, aber auch wir als Berater/innen und Therapeut/innen, erleben häufig ein Gefühl der Ohnmacht und gewinnen zunehmend den Eindruck, sich dieser Beschleunigungsfalle kaum entziehen zu können. Gleichzeitig sind wir als Experten und Expertinnen gefragt, eine Haltung und eine Antwort darauf zu finden – in Achtsamkeit und Bewusstheit. Wie kann es gelingen, eine Form von Verantwortung zu übernehmen, die in einer gelungenen ICH-Beziehung zum Ausdruck gebracht wird?

15:45 - 16:45 Uhr:

Vortrag 5: Zeiten des Wandels, der Beschleunigung oder des Schwirrens?!

Freitag, 06.05.2016 15:45 - 16:45 Uhr

Zeiten des Wandels, der Beschleunigung oder des Schwirrens?!

Dr. med. Corinna Falk

Was heißt eigentlich steigende Informationsflut und Arbeitsverdichtung? Aus welcher inneren Not heraus haben wir uns denn diese gesellschaftliche Kultur geschaffen, die uns ständig zu überfordern droht? Welcher Kontakt-Rückzugs-Rhythmus ist da aus den Fugen geraten, so dass wir die Gestalten nicht mehr sinnvoll schließen, die Berührung unserer Wunden vermeiden und so vielleicht das Wunder verpassen? Wir lassen uns nicht mehr ein und verlieren unsere Gelassenheit. Wir entziehen uns, geben unser eigenleibliches Spüren auf und verlieren unseren Schwerkraftpunkt, der die Dinge noch zu ordnen vermöchte. Solche und weitere Fragen möchte ich gerne bewegen und dabei die Tiefe eines leib- und achtsamkeitsbasierten Konzeptes ausloten, das Gestalten noch zu schließen vermag.

15:45 - 16:45 Uhr:

Vortrag 6: Zeiten des Wandels - Auch in der Theorie des Gestaltansatzes?

Freitag, 06.05.2016 15:45 - 16:45 Uhr

Zeiten des Wandels - Auch in der Theorie des Gestaltansatzes?

Friedhelm Matthies

Die Gründer haben uns eine Vielzahl von Inseln im Meer theoretischer Erkenntnisse hinterlassen, die allerdings auch theoretische Unschärfen, Lücken und Ungereimtheiten beinhalten. Dürfen wir sie ergänzen? Welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse dürfen Einfluss haben? Was ist zu tun, damit das grundlegende gestalttherapeutische Denken, wie z.B. Ganzheit und subjektives Erleben in einer Welt von Reduktionismus und Objektivierung, nicht verloren geht? Der Philosoph Hermann Schmitz wendet sich mit seiner Neuen Phänomenologie gegen diesen Trend und bietet mit seinen Beschreibungen der subjektiven Tatsachen, der leiblichen Kommunikation und dem Situationskonzept eine phänomenologische Fundierung und Ergänzung des Gestaltansatzes.

Ergänzend hierzu:
WS10 - Zeiten des Wandels – Auch in der Theorie des Gestaltansatzes?
Samstag, 07.05.2016, 11.15 - 13.15 Uhr

17:00 - 18:30 Uhr:

Podiumsgespräch: Gesundheit und Lebensqualität

Freitag, 06.05.2016 17:00 - 18:30 Uhr

Gesundheit und Lebensqualität – Gestalttherapie in Zeiten des Wandelns

Das Tagungsthema Gesundheit und Lebensqualität unter gewandelten Vorzeichen wird mit namhaften Vertreter/innen der Gestalttherapie erforscht und hinterfragt.

Die PodiumsteilnehmerInnen diskutieren über mögliche Antworten auf z.B. Konkurrenzdruck und Gewinnmaximierung, die Bedeutung der Selbst-Für-Sorge, die verstärkte Beachtung der Bedürfnisse einzelner und die Qualität der Beziehungen in Teams und Organisationen. Und welche Anregungen finden wir zu diesen Thema bei den Begründern der Gestalttherapie?

Diskutant/in
Dr. Nancy Amendt-Lyon
Dr. rer. soc Alfred Boeckh
Prof. Dr. Willi Butollo
Dr. med. Victor Chu
Claudia Feller

Moderation
Dr. Hella Gephart
Dipl.-Psych., Gestalttherapeutin (DVG), Trainerin für Gruppendynamik (DAGG/DGGO); tätig in eigener psychotherapeutischer Praxis sowie als Trainerin im Profit- und sozialen Bereich; in Supervision, Coaching, Teamentwicklung.
Kontakt: hella.gephart@daeumling-institut.de

20:00 - 21:30 Uhr:

Lesung: Psychologie und „Macken“ von Therapeuten

Freitag, 06.05.2016 20:00 - 21:30 Uhr

Psychologie und „Macken“ von Therapeuten

Dietrich Wagner

Skurrile Geschichten, nicht nur aus der Provinz. Die Protagonisten pflegen ihr „Heldentum des Alltags“, das immer wieder liebenswerte und gelegentlich auch merkwürdige Blüten treibt. Der Erzähler schlüpft in die verschiedenen Rollen, er beobachtet genau, wodurch sich besondere Einblicke in die individuellen Lebenswelten ergeben.

Lesung selbstverfasster Texte zu diesem und anderen Themen von Dietrich Wagner

Samstag

09:00 - 09:20 Uhr:

Morgenmeditation: Getragen – Verwurzelt – Bewegt

Samstag, 07.05.2016 09:00 - 09:20 Uhr

Getragen – Verwurzelt – Bewegt
Morgenmeditation in Bewegung

Ellen Tarnow

Hier und Jetzt den Tag beginnen, die vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) verkörpern, schamanische Weltsicht mit den Prinzipien der Gestalt verbinden und erleben, sich mit Herz und Geist auf den Tag einstimmen.

Morgenmeditation 20 Min.

09:30 - 09:50 Uhr:

Musik am Morgen

Samstag, 07.05.2016 09:30 - 09:50 Uhr

Vom „Ave Maria“ über „Love, Love, Love“ bis „Atemlos durch die Nacht“.

Musik verschiedener Stilrichtungen über die Liebe im Wandel der Zeiten. Auch zum Mitsingen!

10:00 - 11:00 Uhr:

Vortrag 7: INNEN und AUSSEN

Samstag, 07.05.2016 10:00 - 11:00 Uhr

INNEN und AUSSEN - Eine zeitlose? Betrachtung

Jürgen Kendziora

Die deutliche Unterschiedenheit von Innen und Außen hat für unser Leben, Tun und Denken, für unser Welt- und Selbstbild fundamentale Bedeutung und gravierende Konsequenzen. Sie ist im gesellschaftlichen Umgang und wissenschaftlichen Denken ein kaum hinterfragtes Axiom.

Schauen wir aber einmal genauer dahin, so können Risse sichtbar werden. Wieso gibt es überhaupt ein Innen und Außen? Wie und wann ist es entstanden?

Zwischen Zellbiologie, Konstruktivismus, spirituellen Aussagen und dem gestalttherapeutische Kontaktmodell bewegen sich meine Ausführungen.

10:00 - 11:00 Uhr:

Vortrag 8: Sind wir noch zu retten?

Samstag, 07.05.2016 10:00 - 11:00 Uhr

Sind wir noch zu retten?
Gestaltpotenzial als Chance für eine gesunde globale Entwicklung

Wie therapieren - angesichts des ungeheuerlichen biosphärischen Desasters?

Drei Fachfrauen, eine kleine „Gestalt-Community“, gesammeltes Wachstumswissen:

Wir streuen unser Saatgut auf den Boden eines neu zu schaffenden globalen Bewusstheitsfeldes. Gedeihen braucht frisch gelüftete Erde. Wir stellen „provokative“ Fragen und gehen mit Gestaltbegriffen an die Phänomene des Organismus-Hintergrund-Feldes heran. Unser `Plan´: eine lebendige selbstreflexive Gestaltkultur in globaler Bewusstheit und Verbundenheit!

Ergänzend hierzu:
WS8 - Leibgestalt und Erdgestalt,
Samstag, 07.05.2016, 11.15 - 13.15 Uhr

WS13 - Gestalt – Werkzeug des Wandels,
Samstag, 07.05.2016, 14.30 - 16.30 Uhr

WS18 - Wir sind Teil des lebendigen großen Ganzen,
Samstag, 07.05.2016, 17.00 - 19.00 Uhr

10:00 - 13:15 Uhr:

Workshop 6: „hier & jetzt“

Samstag, 07.05.2016 10:00 - 13:15 Uhr

„hier & jetzt“, Gestalt- und Musiktherapie öffnet Ressourcen bei der Krankheitsbewältigung

Andreas Blase

Erstberatung und Erstkontakt mit Gestalt-Musiktherapie bei Depression in der klinischen Behandlung & Rehabilitation, am Beispiel Geriatrie und Neurologie.

Mit Hilfe von Gestaltberatung und selbst ausgewählter Musik kann in kürzester Zeit emotionsfokussiert und/oder schmerzablenkend Entlastung hergestellt werden. Im Kontakt und in der Beratung werden Bewältigungstrategien erfahrbar und so kann häufig wieder Hoffnung auf Wandlung des Leidensdrucks und der Situation angeregt werden.

Zweiteiliger Workshop mit 2 x 1,5 Std.(Geriatrie 1,5 Std. & Neurologie 1,5 Std.)

11:15 - 12:15 Uhr:

Vortrag 9: Getriebene und Erschöpfte

Samstag, 07.05.2016 11:15 - 12:15 Uhr

Getriebene und Erschöpfte – Anmerkungen zum egozentrisch-grenzenlosen Lebensstil

Detlef Klöckner

Zeitzeugen schildern das urbane Leben der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, die „Roaring Twenties“, als eine rastlose, von sozialer Entwurzelung und explosiven politischen Gegensätzen geprägte, dekadente Zeit, als Ära der zugespitzten Extreme.

Ähnliches lässt sich über die postmoderne Gegenwart sagen. Was prägt aktuell das Lebensgefühl des Mainstreams der Großstädte? Welcher Typus Mensch lebt danach? Wie werden das Kontaktverhalten und Beziehungen von diesen Umständen geprägt? Und wie kann die Gestalttherapie darauf reagieren?

Dies sind Leitfragen meines Vortrags, in dem ich das Phänomen des neuen/alten narzisstischen Lebensstils an Hand thematischer Vignetten und Fallbeispielen einkreisen möchte.

11:15 - 13:15 Uhr:

Workshop 7: „Du, die spielt ja echt“

Samstag, 07.05.2016 11:15 - 13:15 Uhr

„Du, die spielt ja echt“

Wir laden dazu ein, die Kinder-und Jugendgestalttherapie anhand von vorgestellten Fallbeispielen zu erleben. Dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Wirkfaktoren der Gestalttherapie.

In einer Art Live-Supervision regen wir berufsorientierte Selbsterfahrung an. Das sich Einfühlen in Probleme der am Workshop teilnehmenden KollegInnen, das Zulassen und Aussprechen ganz persönlicher Ängste und Erfahrungen können psychohygienisch wirken und Bewusstsein schaffen in dem therapeutischen Prozess. Dies stärkt uns für die Herausforderungen der praktischen gestalttherapeutischen Arbeit.

11:15 - 13:15 Uhr:

Workshop 8: Leibgestalt und Erdgestalt

Samstag, 07.05.2016 11:15 - 13:15 Uhr

Leibgestalt und Erdgestalt

Elisabeth Schlageter

Die Phänomenologie des Leiblichen, z.B. von Organkreisläufen, z.B. von Herz, Verdauung, Fortpflanzung schenkt ein tiefes Verstehen, was Lebendigkeit im Sein bedeutet.

Im Mikrokosmos des Leibes finden wir den Makrokosmos der Erdgestalt wieder. Durch die sinnliche Erfahrung im körperlichen Bereich erkennen wir u.a. bei Organaufstellungen die Zusammenhänge im Organismus Umweltfeld und schaffen so wieder eine wechselseitige Verbindung. Es geht um Hege und Pflege der Verbundenheit der Leibgestalten mit der Erdgestalt und vice versa.

Ergänzend hierzu:
V8 - Sind wir noch zu retten? Gestaltpotenzial als Chance für eine gesunde globale Entwicklung
Samstag, 07.05.2016, 10.00 - 11.00 Uhr

11:15 - 13:15 Uhr:

Workshop 9: Die Sinnfindung in der zweiten Lebenshälfte

Samstag, 07.05.2016 11:15 - 13:15 Uhr

War´s das? Die Sinnfindung in der zweiten Lebenshälfte

Dr. Erich Schechner

Jeder Mensch sehnt sich nach sinnerfülltem Leben, so Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse.

Auch jenseits der 50, wo wir die Vergänglichkeit und den Wandel spüren, werden wir gefordert, gültige Antworten auf Rente, Krankheiten oder Tod zu finden.

Der praxisorientierte Workshop mit mehreren Kurzfilmen zeigt neben dem Menschenbild der Dritten Wiener Richtung für Psychotherapie Wege für die Sinnerfüllung auf, um Kraft und Motivation zu geben, die weitere Entwicklung und den Wandel in der zweiten Lebenshälfte glücklich und zufrieden zu erleben.

11:15 - 13:15 Uhr:

Workshop 10: Zeiten des Wandels – Auch in der Theorie des Gestaltansatzes?

Samstag, 07.05.2016 11:15 - 13:15 Uhr

Zeiten des Wandels – Auch in der Theorie des Gestaltansatzes?

Friedhelm Matthies

In diesem ergänzenden Workshop werden Sichtweisen und Ansätze der Neuen Phänomenologie und ihre mögliche Bedeutung für den Gestaltansatz theoretisch diskutiert und anhand praktischer Beispiele anwendungsbezogen vorgestellt.

Ergänzend hierzu:
V6 - Zeiten des Wandels – Auch in der Theorie des Gestaltansatzes?
Freitag, 06.05.2016, 15.45 - 16.45 Uhr

12:15 - 13:15 Uhr:

Vortrag 10: Mehr Farbe in die Gestalt!

Samstag, 07.05.2016 12:15 - 13:15 Uhr

Mehr Farbe in die Gestalt!
Wie wir in der Paartherapie, in Einzel- und Gruppenarbeit Kontaktmuster sichtbar machen und erweitern können

Das „Kontaktbild“ führt leicht und spielerisch zu einer eindrücklichen Erfahrung: unser übliches unbewusstes Kontaktverhalten wird durch die gemeinsame Skizze sichtbar zum Gegenüber und kann dank Farbkreiden und einfacher Interventionen unangestrengt integriert oder erweitert werden. Paare profitieren vom Sichtbarwerden ihrer Paardynamik nachhaltig. Auch in unseren Gestalttherapie-Ausbildungen hat sich die Übung bewährt: Kontaktunterbrechungen werden augenscheinlich. Das „Kontaktbild“ übt so auf sinnlichem Weg Selbstverantwortung. Wir stellen das leicht zu erlernende praktische Vorgehen, die Theorie und den ganzen Reichtum dieser Übung u.a. mit Bildmaterial vor.

14:30 - 15:20 Uhr:

Vortrag 11 / Minilecture: „Ich und Du“ im Coaching

Samstag, 07.05.2016 14:30 - 15:20 Uhr

„Ich und Du“ im Coaching: Chancen und Grenzen des Dialogs

Sabine Engelmann

Fragt man Gestalttherapeut/innen nach dem zentralen Konzept ihres professionellen Selbstverständnisses, bekommt man meist die Antwort: „Die dialogische Haltung des Therapeuten“. Dialog ermöglicht Kontakt und macht eine neue Qualität der Beziehung zwischen „Ich“ und „Umwelt“ für den Klienten erfahrbar. Was läge also näher, als den dialogischen Ansatz auf die Arbeit mit Organisationen und ihren Mitgliedern zu übertragen? Weshalb das nicht zwingend gelingen muss, will ich in meinem Beitrag erörtern und freue mich anschließend auf einen guten Dialog.

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 11: Arbeiten mit den Bewusstseinsarealen

Samstag, 07.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Arbeiten mit den Bewusstseinsarealen

Hans-Josef Hohmann

Der Workshop soll den Teilnehmer/innen helfen, anfanghaft zu erspüren, für welche Bewusstseinsareale sie sensibel sind und wie sich das in der Wahrnehmung, den Themen und Lösungswegen niederschlägt. In Zweierübungen und einem Selbsttest kann das vorherrschende Bewusstseinsareal gefunden werden.

Eine Teilnahme am Workshop macht mehr Sinn, wenn zuvor der Vortrag gehört wurde.

Ergänzend hierzu:
V4 - Die spirituelle Ebene und Gestalt
Freitag, 06. Mai 2016, 14.30 - 15.30 Uhr

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 12: Zwischen Eventsucht und Selbstoptimierung

Samstag, 07.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Zwischen Eventsucht und Selbstoptimierung - Selbstanalyse und Umgang mit der narzisstischen Lebensart

Detlef Klöckner

Dieser Workshop ist die Weiterführung meines Vortrags und richtet sich an alle, die ungläubig oder kritisch distanziert, selbst oder sekundär betroffen das angesprochene Thema vertiefen möchten.

Welche Anteile erkennen wir an uns selbst, wie können wir damit umgehen und wie Menschen helfen, die sich Hilfe suchend an uns wenden? Wir reflektieren das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und werfen einen Blick auf Beratungs- und Therapieangebote.

Ziel ist es, die Wahrnehmung und den Umgang diesbezüglich zu erweitern und darüber zu sprechen, wie man den thematisierten Lebensstil einschätzt und wie man persönlich und professionell darauf reagiert. Neben Reflexionen soll genügend Zeit für eine kritische Diskussion des Themas sein.

Ergänzend hierzu:
V9 - Getriebene und Erschöpfte – Anmerkungen zum egozentrisch-grenzenlosen Lebensstil.
Samstag, 07.05.2016, 12.15 – 13.15 Uhr

14:30 - 16:00 Uhr:

Workshop 13: Gestalt – Werkzeug des Wandels

Samstag, 07.05.2016 14:30 - 16:00 Uhr

Gestalt – Werkzeug des Wandels

Gerda Schlosser-Doliwa

Wir Künstler/innen im Atelier des Lebens (J. Beuys) arbeiten mit am Gestaltprozess der Erde. Wir verbinden uns kreativ im Organismus-Umwelt-Feld als (R)Evolutionäre. So wie Bienen Nektar sammeln, tragen wir unsere Gestalt-Kompetenzen zusammen. Völlig Neues entsteht: „Gestalt-Honig“.

Wir schöpfen stets erneuerbare Energien aus der Empathie für das Holon des Lebendigen. „Tote Zonen“, in denen Wahrnehmung „verrottet“, z.B. durch resignative Introjekte, kompostieren wir. Wir bestellen das Bewusstheitsfeld der Erdlinge mit Humus-Humanität. Unsere Gestalt-Tagung wird zur „Honigpumpe“.

Ergänzend hierzu:
V8 - Sind wir noch zu retten? Gestaltpotenzial als Chance für eine gesunde globale Entwicklung
Samstag, 07.05.2016, 10.00 - 11.00 Uhr

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 14: Körperpsychotherapie bei frühkindlichen Entwicklungsstörungen

Samstag, 07.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Körperpsychotherapie bei frühkindlichen Entwicklungsstörungen

Manfred Thielen

In der ambulanten Praxis haben in den letzten Jahren PatientInnen mit frühen Störungsanteilen zugenommen. Schizoide, narzisstische und Borderline-Persönlichkeitsanteile, bei denen das Selbst relativ schwach entwickelt ist, treten häufig auf.

Durch Interaktionsstörungen und mangelnde Affektabstimmung entstehen frühe Störungen der affektiven Selbstregulation des Kindes. Affekt-motorische Schemata und Mikropraktiken prägen die frühkindlichen Erlebens- und Bewegungsmuster. Aus diesen Konzepten habe ich Interventionen für die körperpsychotherapeutische Praxis entwickelt, die praktisch vorgestellt werden.

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 15: Mehr Farbe in die Gestalt!

Samstag, 07.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Mehr Farbe in die Gestalt!
Wie wir in der Paartherapie, in Einzel- und Gruppenarbeit Kontaktmuster sichtbar machen und erweitern können.

– Praktische Anleitung und Durchführung der gesamten Übung
– Modellhafte Einzelarbeiten
– Triaden-Arbeit der TeilnehmerInnen
– Supervision

Ergänzend hierzu:
V10 - Mehr Farbe in die Gestalt! Wie wir in der Paartherapie, in Einzel- und Gruppenarbeit Kontaktmuster sichtbar machen und erweitern können.
Samstag, 07.05.2016, 12.15 - 13.15 Uhr

14:30 - 16:30 Uhr:

Workshop 16: Kriegsenkel – Was vom Krieg übrig blieb

Samstag, 07.05.2016 14:30 - 16:30 Uhr

Kriegsenkel – Was vom Krieg übrig blieb

Rainer Kudziela

Manchmal reichen die Langzeitwirkungen von Kriegserlebnissen über Generationsgrenzen hinweg. Auch der 2. Weltkrieg und seine Folgen haben im Leben der Kinder und Enkel der betroffenen Menschen Spuren hinterlassen. Viele Geschichten sind offen geblieben, weil sie nicht erzählt und verarbeitet, sondern verleugnet, verdrängt und verschwiegen wurden.

Die Zeiten haben sich gewandelt. Die Enkel der Kriegsgeneration können sich den offen gebliebenen Geschichten stellen und sie auf ihre Weise zu einem Abschluss bringen.

15:30 - 16:30 Uhr:

Vortrag 13: Beruf - Kinder - Partnerschaft

Samstag, 07.05.2016 15:30 - 16:30 Uhr

Beruf: Selbstverständlich –
Kinder: Wünschenswert –
Partnerschaft: Wesentlich

Brigitte Hebel

So ein Ergebnis meiner Studie über Identität von Akademikerinnen. Eigentlich hat sich also alles für uns Frauen zum Besseren gewandelt: Wir verwirklichen uns im Beruf, steuern ob und wann wir Kinder wollen und suchen uns nach genauer Prüfung einen passenden Partner. Eigentlich, denn diese Entwicklung beinhaltet Widersprüche und erzeugt
hohen Druck.

Die Gestalttherapie kann hier mit ihrem Feldbezug, Hier und Jetzt Prinzip sowie ihrem explorativen Charakter wertvolle Unterstützung leisten.

17:00 - 18:00 Uhr:

Vortrag 14: »Person« und »Persönlichkeit« – einfach dasselbe?

Samstag, 07.05.2016 17:00 - 18:00 Uhr

»Person« und »Persönlichkeit« – einfach dasselbe?
Unterschied und Gemeinsamkeit zweier Grundbegriffe

Dr. phil. Otto Zsok

Während »Person« in der abendländischen Überlieferung ein philosophischer Begriff ist, ist »Persönlichkeit« ein psychologischer Grundbegriff. Beide sind für eine gut fundierte Anthropologie unverzichtbar, wenn auch in unterschiedlicher Hinsicht.

Ihr näheres Verhältnis, die Weise, wie sie Gemeinsames und Unterschiedliches mit Bezug auf den Menschen darstellen, soll in dem Vortrag erörtert werden. Leitend ist dabei, was Viktor Frankl über die Person und was die moderne Psychologie über die Persönlichkeit lehren.

17:00 - 19:00 Uhr:

Workshop 17: Lebensqualität Hier und Jetzt

Samstag, 07.05.2016 17:00 - 19:00 Uhr

Lebensqualität Hier und Jetzt: Präsenz, Umarmung und Bewegung

Johannes Feuerbach

Bestimmte Dinge wandeln sich nicht, z. B. die kräftigende Energie des Tango. Seine explizite therapeutische Nutzung ist jung, seine heilsamen Wirkungen so alt wie der Tanz.

Mit Hilfe von Entschleunigung, der Gestaltung und Reflexion idealtypischer Begegnungen am Vorbild des Caminada (tangotypisches Gehen) stimmen wir einen salutogenetischen Chor an, in dem Berührt- und Bewegt-Sein, Selbstvergessenheit, Stille und Präsenz ihre intimen und lösenden Wirkungen entfalten.

Im Ritual der Paar-Kontemplation setzt man und frau das Erlebte fort. Die Kontemplation erleichtert – zwischen Verbalisierung und Stille – die Assimilation dessen, was in der Bewegungserfahrung nahrhaft war.

17:00 - 19:00 Uhr:

Workshop 18: Wir sind Teil des lebendigen großen Ganzen

Samstag, 07.05.2016 17:00 - 19:00 Uhr

Wir sind Teil des lebendigen großen Ganzen

Dr. Rotraud Kerner

Der Workshop soll ermutigen, am „Großen Wandel“ (J. Macy) mit zu wirken – weg von der industriellen Wachstumsgesellschaft, hin zu einer gesunden, langfristig lebens-erhaltenden Kultur.

Tiefenökologisch inspirierte Gruppenübungen können helfen, unseren gewohnten Denk- und Erlebens-Rahmen zu erweitern, eine neue Wertschätzung unserer Stärken zu ermöglichen und den Sinn des gegenwärtigen Lebens zu erhellen.

Der Workshop bildet zusammen mit den beiden anderen der Autorinnen eine – auch einzeln belegbare – Vertiefung unseres Vortragsthemas.

Ergänzend hierzu:
V8 - Sind wir noch zu retten? Gestaltpotenzial als Chance für eine gesunde globale Entwicklung
Samstag, 07.05.2016, 10.00 - 11.00 Uhr

17:00 - 19:00 Uhr:

Workshop 19: Relational turn - ENTFÄLLT

Samstag, 07.05.2016 17:00 - 19:00 Uhr

Relational turn

Gerhard Amendt

In Psychotherapieschulen findet eine Hinwendung zum relational turn statt. Beziehungen und deren Wechselseitigkeit geraten damit in den Blick. Bedeutsam ist das besonders für Familien, in denen Schlagen und Geschlagen-werden Teil der Alltagskultur ist. Dieser Wandel wird an Hand von Forschungsergebnissen dargestellt (Wer schlägt wen, aus welchen Gründen, mit welchen Auswirkungen).

Darüber hinaus wird die Psychodynamik von Eltern und Kindern beschrieben. Die Beziehung und der ganzheitliche Blick auf die Familie treten in den Mittelpunkt. Konfliktlösung wird möglich und ersetzt Schuldzuweisung.

17:00 - 19:00 Uhr:

Workshop 20: Aufstellungen mit Instrumenten in der Kindertherapie - ENTFÄLLT

Samstag, 07.05.2016 17:00 - 19:00 Uhr

Aufstellungen mit Instrumenten in der Kindertherapie

Kora Rogge

Stärker als in den lösungsorientierten Systemaufstellungen steht bei Aufstellungen im gestalttherapeutischen Sinn das prozesshafte Vorgehen im Kontakt mit dem Gegenüber im Mittelpunkt.

In der Therapie mit Kindern und Jugendlichen arbeite ich gerne mit Aufstellungen, da die Kinder ihre Lebenswelten deutlich abbilden, sich darin verorten und sich im Verlauf als wirkmächtig erfahren können. Der Einsatz von Instrumenten macht Aufstellungsarbeit ungeheuer lebendig und bringt zusätzliche Facetten mit hinein (Gleichzeitigkeit des Spielens, Instrumente als Projektionsflächen u.a.).

Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis sowie praktischen Übungen zur Selbsterfahrung können unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Instrumenten kennengelernt und ausprobiert werden.

17:00 - 19:00 Uhr:

Workshop 21: Unangepasste PatientInnen

Samstag, 07.05.2016 17:00 - 19:00 Uhr

Unangepasste PatientInnen

Dietrich Wagner

Lore und Fritz Perls haben als Therapeuten Wert darauf gelegt, dass die Leute durch die Therapie nicht angepasst werden, sondern hatten als Ziel, die Menschen am Ende der Therapie als unangepasste Persönlichkeiten zu entlassen. Historisch war dies auch in den 68ern Thema – heute werden die Menschen eher „stromlinienförmig“ gemacht, damit sie „in die Gesellschaft passen“.

Erlebnisse als Klinikleiter, Konzepte und Vorstellungen zum Austausch. Wäre ich angepasst, würde ich noch mehr begründen, aber da bin ich doch lieber unangepasst und sage nichts weiter.

18:00 - 19:00 Uhr:

Die Verbindung von Transpersonaler Psychologie und Gestalttherapie: Fluch oder Segen?

Samstag, 07.05.2016 18:00 - 19:00 Uhr

Podiumsgespräch mit Karin Daecke, Rolf Heinzmann, Hans-Josef Hohmann, Michael Kösten und Peter Schulthess; Moderation Günter Reif

Auf der Mitgliederversammlung der DVG im Mai 2015 in Erfurt wurde beschlossen, dass Raum für eine fundierte Meinungsbildung zur Vermengung von Gestalttherapie und Transpersonaler Psychologie und den daraus resultierenden Folgen geschaffen werden soll.

Das Podium widmet sich dieser Frage und möchte in der DVG die Diskussion über esoterische und spirituelle Inhalte und ihrer (schädlichen oder sinnvollen) Bedeutung entzünden.
Hintergrund ist u.a. die Sorge um die Qualität der Gestalttherapie und ihres wissenschaftlichen Anspruchs. Die Erarbeitung einer eindeutigen Position innerhalb der DVG erschien den auf der Mitgliederversammlung anwesenden Mitgliedern notwendig.

Sonntag

09:00 - 09:20 Uhr:

Morgenmeditation: Getragen – Verwurzelt – Bewegt

Sonntag, 08.05.2016 09:00 - 09:20 Uhr

Getragen – Verwurzelt – Bewegt
Morgenmeditation in Bewegung

Ellen Tarnow

Hier und Jetzt den Tag beginnen, die vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) verkörpern, schamanische Weltsicht mit den Prinzipien der Gestalt verbinden und erleben, sich mit Herz und Geist auf den Tag einstimmen.

Morgenmeditation 20 Min.

09:30 - 11:30 Uhr:

Workshop 22: „Meinen Platz finden“ in Patchworkkonstellationen - ENTFÄLLT

Sonntag, 08.05.2016 09:30 - 11:30 Uhr

„Meinen Platz finden“ in Patchworkkonstellationen

Heike Frank

Trennungen und Patchworksituationen können Kindern Entlastung und Reifungsschritte ermöglichen, sie aber auch überfordern und verunsichern. Manche kommen in Gefahr, zu viel aus dem Leben der Erwachsenen zu erfahren, Ersatzpartner oder Vermittlerin zu werden. Unbewusst übernehmen sie viel Verantwortung, werden extrem einfühlsam gegenüber den Bedürfnissen der Erwachsenen, entfremden sich aber von sich selbst und können keinen eigenen seelischen Raum entwickeln.

Wie finden Kinder (und Erwachsene) einen guten Platz in diesem Beziehungsgefüge und in dem Spannungsfeld getrennter Eltern / neue Partner?

09:30 - 11:30 Uhr:

Workshop 23: Psychodramaworkshop „Erst wagen, dann wägen“(Moreno)

Sonntag, 08.05.2016 09:30 - 11:30 Uhr

Psychodramaworkshop „Erst wagen, dann wägen“(Moreno)

Martina McClymont-Nielitz

Lebensveränderungen anzunehmen, Krankheit und Konflikt überwinden und wieder eine gute Zukunftsvorstellung zu haben, das wünsche ich mir! Wie bin ich, fühle, denke ich, jetzt? Was will ich, was ist möglich? Die Fragen können in Szene gesetzt und die Antworten mit Körper, Geist und Seele erspielt werden. Das Psychodrama kann alltagstaugliche neue Lebensperspektiven entwickeln. Wie? Auf der Bühne wird Jetziges verdeutlicht und Neues ausprobiert. Wir erleben uns als handelnder, aktiv gestaltender, schöpferischer Mensch. Nebenwirkung: Selbstvertrauen und -sicherheit im Umgang mit anderen Menschen.

09:30 - 11:30 Uhr:

Workshop 24: Genuss und Lebensqualität

Sonntag, 08.05.2016 09:30 - 11:30 Uhr

Genuss und Lebensqualität

Karin Kölmel

Lebensqualität ist geprägt vom Bedürfnis des jeweiligen Menschen. Für alle gilt aber gleichermaßen, dass es hierbei auch um die Fähigkeit zu gutem, genussvollen Erleben geht.

Im Workshop wird es um Genussfähigkeit im Zusammenhang zum Geruchssinn gehen. Gerüche locken uns an Orte, wo wir es uns gut gehen lassen können: Denken wir doch an den duftenden, schattenspendenden Lindenbaum im Frühsommer.

Verschiedene Düfte, selbständiges Experimentieren und eine geleitete Vorstellungsübung mit Nachbesprechung werden genussvolle Inhalte des Workshops sein.

09:30 - 11:30 Uhr:

Workshop 25: Krafttiere

Sonntag, 08.05.2016 09:30 - 11:30 Uhr

Krafttiere
Stabilisierungstechniken bei Traumafolgereaktionen für Kinder, Jugendliche & Erwachsene

Wolfgang Wirth

Angesichts von zunehmenden politischen Krisen, Kriegen und Flüchtlingsströmen ist es für Therapeut/innen immer wichtiger, über qualifizierte Methoden zu verfügen, die auch kulturübergreifend wirksam sind.

In dem Workshop stelle ich aus meiner Arbeit mit traumatisierten Menschen und vor dem Hintergrund einer relationalleiborientierten Ausrichtung eine ressourcenorientierte Stabilisierungstechnik vor, die in einem Selbsterfahrungsprozess kennen gelernt werden kann.

10:00 - 11:00 Uhr:

Vortrag 15: Gestaltarbeit mit Kriegstraumatisierungen in der Ukraine

Sonntag, 08.05.2016 10:00 - 11:00 Uhr

Gestaltarbeit mit Kriegstraumatisierungen in der Ukraine

Dr. Dieter Bongers

Im Frühjahr 2014 kam von der Ukrainischen Vereinigung für Psychotherapie ein Hilferuf: Bei den Maydan-Ereignissen hatte es Verletzte und Tote gegeben, einige Mitstreiter und Angehörige seien traumatisiert, es gäbe kaum Know-How.

Die EAGT hat ein Komitee für Menschenrechte und hat mich und meine serbische Kollegin nach Kiev geschickt, wo wir zwei Dreitagesworkshops durchgeführt haben.

Die Teilnehmerinnen waren Gestalttherapeutinnen aus dem ganzen Land, die als Freiwillige mit Verletzten, an der Front Verwundeten und deren Angehörigen arbeiteten. Viele von ihnen am Rande des Zusammenbruchs.

Für 2016 bestehen Überlegungen, dort erfahrene Therapeutinnen zu trainieren, damit sie die Arbeit vor Ort übernehmen können. Erfahrungsbericht mit Diskussion.

11:30 - 12:30 Uhr:

Abschlussvortrag / Vortrag 16: Logos – Der Schrittmacher des Seins

Sonntag, 08.05.2016 11:30 - 12:30 Uhr

Logos – Der Schrittmacher des Seins

Dr. Erich Schechner

Das Leben, unsere Existenz mit seinem ständigen Wandel als Sein gesehen benötigt den Logos als Schrittmacher. Logos steht dabei für „Geist, Grund, Vernunft und Sinn“. Für Kierkegaard, den dänischer Philosophen, ist es der Mensch selbst, der seine Existenz bestimmt. Das, was für einen Menschen wesentlich ist (=Essenz), kann nur durch ihn selbst bestimmt werden.

Der Mensch entscheidet, wer er in der nächsten Minute sein möchte. Logos führt ihn bei diesen Entscheidungen. Ein philosophisch- psychologischer Vortrag.